Unübersichtliche Kreuzung in Baumberg an der Ecke Hauptstr./Thomasstr. -Warum wird hier kein Spiegel angebracht?

27 Sep 2017
<a href="http://www.pixelio.de" target="_blank">(c) Jörg N / pixelio.de</a>

Die Sanierung der Hauptstr. wird in Baumberg sehr positiv gesehen. „Alles gut gelungen!“ – so die kurze Zusammenfassung vieler Meinungen.
Ein Thema wird allerdings kritisch diskutiert. Und das ist die unübersichtliche Kreuzung Hauptstr./Thomasstr. Fährt man vom Garather Weg kommend über die Thomasstr. bis zu dieser Kreuzung, hält dann an der Stop-Markierung und schaut dann richtigerweise nach links in die Hauptstr. hinein … so sieht man nichts, aber auch gar nichts. Die vor der Bäckerei Busch schräg verlaufenden Parkplätze verhindern jegliche Sicht in die Hauptstr. Man muss sich dann etwa einen Meter weit vortasten und irgendwann einfach losfahren und auf ein wenig Glück hoffen, dass es nicht knallt. Dies ist die augenblickliche Situation: Unzufriedenstellend, nicht ungefährlich!

Von einer ganzen Reihe von Bürgern wird der BAB deshalb auf einen Spiegel zur besseren Sicht angesprochen. Der BAB findet diesen Vorschlag auch gut und hat ihn schon vor einigen Wochen an den Fachbereich Bauwesen im Monheimer Rathaus weitergereicht. Die Antwort ist leider negativ: „Der Verkehrsspiegel ist keine Lösung des Problems:“
Die Begründung wird auch direkt mitgeliefert:

  • Verkehrsspiegel sind keine Verkehrseinrichtungen im Sinne der Straßenverkehrsordnung und stellen grundsätzlich nur eine Unterstützung der Verkehrsteilnehmer an unübersichtlichen Einmündungen oder Ausfahrten dar.
  • Mit der Aufstellung von Verkehrsspiegeln sind jedoch auch erhebliche Nachteile verbunden, die den Vorteil der bessren Sicht übersteigen. Unterschiedliche Witterungsverhältnisse wie Regen, Nebel. Schneefall oder Frost kann die Wirkung eines Spiegels erheblich beeinträchtigen. Durch andere Lichtquellen, beispielsweise eines anderen Fahrzeuges, kann die Wirkung ebenfalls negativ beeinträchtigt werden. Durch die gewölbte Form des Spiegels wird das Bild außerdem verzerrt, so dass insbesondere Geschwindigkeiten und Entfernungen falsch eingeschätzt werden.
  • Fazit: Der Verkehrsteilnehmer muss sich vorsichtig vortasten, so dass er gegebenenfalls sofort anhalten kann. Der alleinige Blick in den Spiegel genügt nicht.

Soweit die Begründungen des Bauwesens und die Argumentation, warum der Verkehrsspiegel dort ein „Rotes Tuch“ ist. Anfragen an den BAB werden deshalb keinen Erfolg haben können. Das Thema kommt sicherlich wieder auf, wenn es dort mehrere Male „Knallen“ sollte. Warten wir ab!