BAB Sonnwendeier 2017 – Was uns wirklich Sorge bereitet für den Fortbestand des Festes? Selbstversorgung, ein richtig ernstes Problem, von dem wir auch nicht so richtig wissen, wie es zu lösen ist!

3 Jul 2017
BAB-Sonnwendfeier 2017

Die Sonnwendfeier des BAB ist ein offenes, fröhliches und ungezwungenes Fest für Jedermann. Und das, um das direkt zu sagen, soll auch so bleiben! Jeder, der Lust und Laune hat, egal ob Jung oder Alt, ob Deutscher oder nicht, soll kommen und sich einfach wohl in seiner Haut fühlen. Wir nehmen keinen Eintritt, zäunen nicht ein, Live-Musik ist zur Untermalung dabei und das Wichtigste: Man trifft einfach Leute in unkomplizierter Atmosphäre, Leute, die man teilweise schon seit Langem nicht mehr gesehen hat, und „quatscht“ miteinander, hört Musik und sieht ins Riesenfeuer. Zwischendurch ein paar Getränke, etwas zu essen, alles zu „zivilen“ Preisen, unterhalb der Preise vieler anderer Feste in der Umgebung. In dieser Form ist die Sonnwendfeier in Baumberg einmalig. So möchten wir das in Zukunft weiter so haben. Für Baumberg, für Monheim, für unsere Gäste, für den BAB, für unser aller Lebensqualität, um sagen zu können „Es war mal wieder super! Bis zum nächsten Jahr!“

Sorgen bereitet uns zunehmend, Kosten und Einnahmen im Gleichschritt zu halten. Für ein gut besuchtes Sonnwendfest, um das einmal offen und direkt auch zu sagen, entstehen Kosten in Höhe von etwa 20.000 Euro.

Wahrlich kein Pappenstiel. Was sind das für Kosten? Ganz einfach: Musik, Beschallung, Energie, Verpackung, Steuern, Einsatz, Sicherungsdienste, Sanitäter für Notfälle, Toiletten, Getränkestände, Biergarnituren, Gläser und einiges mehr – und alles hat seinen Preis. Diese Summe muss gedeckt werden durch die Einnahmen, die wir durch den Verkauf der Getränke und des Essens erzielen. Dies wird zunehmend schwieriger. Der Grund hierfür: Mehr und mehr Gäste bringen Essen und Getränke von Zu Hause mit.
Waren diese „Selbstversorger“ vor einigen Jahren ausschließlich jüngere Gäste, die sich ihre Getränke mitbrachten, so wird dieses Verhalten zunehmend von Erwachsenen übernommen und erstreckt sich auch auf das Essen. Und das trotz „vernünftiger“ Preise und der kostenfreien Abgabe von Limonade an Kinder. Und das ist natürlich das Problem. Wir verkaufen dadurch deutlich weniger als noch vor einigen Jahren. Ist es schon, einmal deutlich und ehrlich gesprochen, ein Ärgernis, dass wir am anderen Tag Hunderte von leeren Flaschen aufsammeln und entsorgen müssen, so drückt uns noch viel mehr, dass die Einnahmen, die wir zur Deckung der Kosten brauchen, zurückgehen.

Hierin ist auch unsere Sorge zu sehen, dass die Zukunft der Sonnwendfeier, so wir sie alle heute erleben, gefährdet ist. Und das wäre wirklich sehr schade. Etwas Unvergleichliches, ein Fest der Kommunikation und des Miteinanders, würde wegbrechen. Wir wissen, dass dieses Thema schwer in den Griff zu kriegen ist. Daher an dieser Stelle der Apell und die Bitte an Alle: Bitte schränken Sie im Interesse der Sonnwendfeier das „Selbstmitgebrachte“ ein und nutzen die BAB Angebote. Und für eine richtig gute Bratwurst einmal 2,10 Euro auszugeben und damit zu helfen, das Fest zu erhalten, ist hoffentlich kein Thema. Tun sie es bitte für die Sonnwendfeier und damit letztendlich für sich selbst. Bitte denken Sie einmal darüber nach.

Herzlichen Dank hierfür von Ihrem Baumberger Allgemeinen Bürgerverein.

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